26.03.2018 / Artikel / /

Rückenwind für den Vorstadt-Tunnel

Regierungsrätin Carmen Haag bekräftigt die positive Haltung des Kantons gegenüber dem Vorgehen der Stadt bei der Stadtentlastungsstrasse. z.V.g.

Beste Stimmung trotz schwierigem Thema: Mehr als 30 Interessierte aus den Reihen der CVP und der EVP der Stadt Frauenfeld liessen sich am Stand der Stadt an der Frühlingsmesse aus erster Hand über die zentrumsnahe Stadtentlastung ins Bild setzen. Gerade rechtzeitig, denn in diesen Tagen bekommen die Einwohnerinnen und Einwohner Post vom Stadtrat für die öffentliche Vernehmlassung. Vor den Mitgliedern von CVP und EVP bekräftigte Regierungsrätin Carmen Haag die Notwendigkeit, dass die Kantonshauptstadt „eine Stadtentlastung im Zentrum“ brauche: „Davon ist auch der Kanton überzeugt.“ Darum unterstütze er aktiv den eingeschlagenen Weg. Thomas Müller, Leiter der Abteilung Tiefbau der Stadt, erklärte nochmals den Werdegang von den ursprünglich 23 Entlastungsvarianten bis hin zum nun empfohlenen Vorstadt-Tunnel. Er führt vom Markplatz zum Schweizerhofkreisel. Für die Haltung des Stadtrates und den eingeschlagenen Weg setzte sich auch CVP-Stadträtin Elsbeth Aepli Stettler ein.

Knoten durchschlagen?

In einer lebhaften Diskussion wurde positiv angemerkt, dass die nun vorgeschlagene Streckenführung eher die Zustimmung der Einwohner finden könnte als die ursprünglich ins Feld geführten oberirdischen Varianten. Am Rande des Anlasses wurde auch anerkannt, dass die früh ins Gespräch gebrachte Diskussion über das Projekt „Papillon“ sowie die klare Haltung der bürgerlichen Parteien für den Bau einer Umfahrungsstrasse gewissermassen einen „Knoten durchschlagen“ hätten. Die Diskussion habe damit die zuweilen ausgetretenen Pfade verlassen und fokussiere sich nun auf eine neue Chance. Eher irritiert zeigten sich die CVP- und EVP-Mitglieder allerdings über die grundsätzliche Infragestellung des stadträtlichen Vorgehens durch Vertreter der „CH“.

Armin Menzi

Thurgauer Nachrichten