28.06.2018 / Allgemein / /

Oberirdische Stadtentlastung Frauenfeld

Ein happiger Vorwurf von GP-Gemeinderat Fischer, dass Stadt und Kanton zu wenig Gespür für die Bevölkerung gezeigt hätten, indem sie eine vollständige Auslegeordnung der verschiedenen theoretisch möglichen Möglichkeiten einer zentrumsnahen Stadtentlastung erstellen liessen. Umgekehrt wäre eine unvollständige Machbarkeitsstudie aber sicher noch mehr kritisiert worden und es stünden nur die Kosten der Tunnel-Lösungen zur Verfügung. Die Vollständigkeit relativiert deren Kosten etwas.

Wenn etwas unnötig war, dann das Unterschriftensammeln zum damaligen Zeitpunkt – und damit vor allem auch die unnötige Verunsicherung der Bevölkerung eines Quartiers. Damals ging es erst um eine politische Abwägung in den Fraktionen des Gemeinderates, also noch nicht einmal um die Diskussion im Gemeinderat selber. Man kann – oder muss – dies mit der politischen Unerfahrenheit entschuldigen. Es ist halt schwierig, wenn in einer Partei kein aktueller Gemeinderat länger als ein Jahr dabei ist, um dann die richtigen Instrumente zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen.

Erfreut bin ich natürlich über die Aussage, dass die Ziele der Initianten erst erfüllt sind, wenn auch die Stimmbürger von Stadt und Kanton zugestimmt haben werden. Da bin ich ganz bei den Initianten; auch ich wünsche mir bessere Lösungen für Fussgänger, Velofahrer und ÖV in der Innenstadt – dank einem Tunnel.

Susanna Dreyer Gemeinderätin CVP Frauenfeld

Frauenfeld, 28.6.2018