27.05.2018 / Pressemitteilungen / /

Die Schweizer Armee investiert massiv in den Waffenplatz Frauenfeld

Am letzten Samstagstamm besuchten rund 40 Mitglieder und Freunde der CVP Frauenfeld die Kaserne Auenfeld und liessen sich vom Kommandanten des Waffenplatzes, Oberst  Felix Keller, über die geplanten Neu- und Ergänzungsbauten informieren. Der Waffenplatz Frauenfeld wird dadurch weiter aufgewertet und wird nach Abschluss des Ausbaus der zweitgrösste Waffenplatz der Schweiz sein.

In ihrer Begrüssung betonte Susanna Dreyer, Gemeinderatspräsidentin, die Bedeutung der Kaserne Auenfeld und des Waffenplatzes für die Stadt Frauenfeld. Während mit der Umsetzung der Weiterentwicklung der Armee (WEA) viele Waffenplätze geschlossen werden, erfährt der Waffenplatz eine Aufwertung. Der Bund wird in den nächsten Jahren in einem ersten Ausbauschritt (Etappe 1) 150 Mio. Franken ein Rechenzentrum erstellen und für 121 Mio. Franken für die Gesamtsanierung und Neubauten in der Kaserne Auenfeld ausgeben. Dies ist gleichbedeutend mit dem Ende der militärischen Nutzung der Stadtkaserne im Laufe des Jahres 2021. Danach will die Stadt die Kaserne am Bahnhof zivil umnutzen.

Oberst i Gst Felix Keller, Waffenplatzkommandant, gab in einer von Anekdoten begleiteten Präsentation einen Überblick über die Geschickte, Gegenwart und Zukunft des Waffenplatzes Frauenfeld. Er wies insbesondere auch auf die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt Frauenfeld und dem Kanton Thurgau hin. Priorität bei der Nutzung des Waffenplatzgeländes (und damit auch der Allmend) haben die militärischen Bedürfnisse. Nicht zuletzt dank des neuen Nutzungsreglements gelingt es laut Oberst i Gst Keller, die verschiedenen Bedürfnisse für die Benutzung der Allmend gut zu koordinieren und unter einen Hut zu bringen.

In der ersten Auenfeld-Etappe ist die Aufstockung des Kommandogebäudes um zwei Etagen geplant. Im neuen Verpflegungszentrum sollen in zwei Schichten je 850 Personen verköstigt werden können. Im Neubau des medizinischen Zentrums kommen hundert Patienten unter. Daneben sind ein zusätzliches Unterkunftsgebäude für 550 Personen und drei neue Ausbildungshallen geplant. Die Übergabe dieser ersten Etappe soll im Januar 2021 erfolgen. Danach will sich die Armee aus der Stadtkaserne zurückziehen. Drei weitere Ausbauetappen über insgesamt 205 Millionen Franken sind geplant. 2027 soll der gesamte Ausbau abgeschlossen sein. Dazumal sollen bei Vollbelegung 1700 Personen Platz haben im Auenfeld, aktuell sind es maximal 700 Angehörige der Armee

Regierungsrätin Carmen Haag berichtet über den Besuch der Thurgauer Regierung beim Mech Bat 14 im Hinterrhein und wies auf die Bedeutung der Schweizer Armee für den Kanton hin. Nach einer interessanten Diskussion nutzten die CVP-Mitglieder die Gelegenheit, sich anlässlich eines Rundganges über den Standort der Neubauten zu orientieren. Zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung offerierte die Schweizer Armee einen Apéro.

Markus Schefer
Aktuar
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